08.10.2026

Engelmann auf dem IWA World Water Congress 2026 in Schottland

Die internationale Wasserwirtschaft steht vor großen Herausforderungen, die neue Lösungen erfordern. Veraltete Infrastrukturen, Wasserverluste und steigende Anforderungen an Effizienz und Sicherheit bei der Versorgung: Darüber sprachen internationale Fachleute vom 4. bis 8. Oktober 2026 auf dem IWA World Water Congress in Glasgow, Schottland. Der Kongress zählt zu den wichtigsten Branchentreffen der Wasserwirtschaft und findet alle zwei Jahre statt. 2026 kamen Vertreter von Versorgungsunternehmen, Politik, Forschung und Industrie auf dem Scottish Event Campus (SEC) zusammen. Mit dabei: Engelmann.

Reformdruck für die britische Wasserwirtschaft

Die englische und walisische Wasserwirtschaft steht angesichts von Umweltverschmutzung, Investitionsbedarf und Vertrauensverlust unter Reformdruck. 2025 veröffentlichte die von Sir Jon Cunliffe geleitete Independent Water Commission einen Bericht mit 88 Empfehlungen zur grundlegenden Neuausrichtung. Darunter: Vorschläge für veränderte Regulierung, langfristigere Infrastrukturplanung und stärkere Berücksichtigung regionaler Anforderungen. Sir Jon Cunliffe gehörte auch zu den Rednern des Kongresses. Aufmerksamkeit erhielt das Event zudem durch Gillian Martin, ihrerseits schottische Kabinettsministerin für Klimaschutz und ländliche Angelegenheiten. Sie hielt eine Eröffnungsrede. Insgesamt gesehen verdeutlichten die Diskussionen vor Ort die Bedeutung technischer Innovationen und von Digitalisierung für die Wasserwirtschaft. Verluste reduzieren, Versorgung effizienter gestalten, Investitionen gezielter einsetzen: Dafür benötigen Betreiber verlässliche und zeitnah verfügbare Daten.

Engelmann vor Ort mit WaterStar

Wir waren eines von 13 Unternehmen des offiziellen Deutschen Gemeinschaftsstands. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie intelligente Messtechnik hilft, Verbrauchsdaten zuverlässiger zu erfassen und nutzbarer zu machen. Automatisierte Fernauslesung und Einbindung in übergeordnete Systeme eröffnen Optionen, um Prozesse zu vereinfachen und Verbrauchsmuster zu erkennen. Diese Zusammenhänge erläuterte auch Benedikt Heid (CSO bei Engelmann) im Vortrag „Benefits of Smart Metering“. Er zeigte auf, wie sich Verbrauchsmessung von punktueller Ablesung zu einer kontinuierlichen Datengrundlage entwickeln kann. Daraus ergeben sich dann effizientere Ablese- und Abrechnungsprozesse sowie eine höhere Datentransparenz und frühzeitige Erkennung von Leckagen. Ziel der Engelmann-Teilnahme war es, Handelspartner zu identifizieren und die Anforderungen britischer Versorgungsunternehmen besser kennenzulernen. Der international ausgerichtete Kongress bot hierfür die richtige Plattform.