Aus der Rudolf-Diesel-Straße wird die Hans-Engelmann-Straße
Ein Stück Firmengeschichte ist jetzt im Straßenbild von Wiesloch-Baiertal sichtbar. Der Straßenabschnitt rund um den Engelmann-Standort trägt künftig den Namen Hans-Engelmann-Straße und erinnert damit an den Gründer von Engelmann. Anfang 2025 sprachen wir den Ortsvorstand von Baiertal an und schlugen vor, den Teil der Rudolf-Diesel-Straße umzubenennen in Hans-Engelmann-Straße, der größtenteils ohnehin von Engelmann belegt war und ist. Eine derartige Umbenennung muss natürlich gute Gründe haben. Die gibt es.

Straßennamen, vor allem in Gewerbegebieten, können das Image einer Stadt als Wirtschaftsstandort unterstützen, wenn sie nach ErfinderInnen oder UnternehmerInnen benannt sind. Hans Engelmann war ein solcher Unternehmer. Bis heute ist aus seiner Firma ein wirtschaftliches Schwergewicht geworden, das für Wiesloch-Baiertal eine große Relevanz hat. Er prägte Baiertal wie kaum ein anderer Unternehmer. Große Relevanz hat auch das, was Hans Engelmann entwickelte: Wärmemengenzähler. Für eine klimapositive Zukunft sind sie essenziell. Insofern war nur naheliegend, dass der Name Hans Engelmann für Klimaschutz und Klimapositivität steht. Ein weiterer Grund für eine Umbenennung. Weiterhin ist Engelmann einer der Hidden Champions seiner Branche. Ein Unternehmen, das derart relevant ist, dass die ganze Stadt und Region den Namen kennen sollte.

Indem die Stadt die Straße also neu benennt, würdigt sie eine Persönlichkeit, die Baiertal und den Standort des Unternehmens über Jahrzehnte prägte. Hans Engelmann begann 1976 mit der Produktion von Wärmezählern in einem umgebauten Stall seines Elternhauses. Im Jahr 1983/1984 verlegte er den Firmensitz an den Standort, an dem Engelmann noch heute zu Hause ist. Zur offiziellen Umbenennung kamen neben zahlreichen KollegInnen auch Mitglieder der Familie Engelmann zusammen. Unter den Gästen waren Hans Engelmanns Sohn Volker, seine Schwester Margarethe Bayer und seine Nichte Karin Bayer. Wieslochs Oberbürgermeister Dirk Elkemann und Ortsvorstand Michael Glaser nahmen ebenfalls an der Zeremonie teil. Auch der ehemalige Ortsvorstand Karl-Heinz Markmann war vertreten. Michael Keuthen, Dirk Elkemann und Michael Glaser würdigten in kurzen Reden, was Hans Engelmann leistete und wie sich das Unternehmen in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Der Prozess der Umbenennung ist noch in vollem Gange. Das Straßenschild hängt. Nun geht es in die Details. Bis wirklich überall der neue Straßenname auftaucht, werden noch einige Monate, wenn nicht gar Jahre vergehen. Doch der Grundstein ist gelegt. Hans Engelmann wäre stolz.
