Ein Wärmemengenzähler besteht aus einem Rechenwerk mit LCD-Anzeige, zwei Temperaturfühlern und einem Durchflusssensor. Der eine Fühler misst die Vorlauf-, der andere die Rücklauftemperatur des Heizstranges der Wohnung. Der Wärmemengenzähler registriert die Heizwassermenge und die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf.
Ein Wärmezähler ist ein Messgerät zur Ermittlung der Wärmeenergie, welche Verbrauchern über einen Heizkreislauf zugeführt oder Wärmetauschern über einen Kühlkreislauf entnommen wird. Der Wärmezähler ermittelt die Wärmeenergie aus dem Volumenstrom des zirkulierenden Mediums und dessen Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf. Die gemessene Wärmeenergie wird im allgemeinen in KWh oder MWh angegeben. Wärmezähler können auch zur Messung der entzogenen Wärme („abgegebenen Kälte“ oder besser: Kältearbeit) einer Kälteanlage verwendet werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass die meist vorhandenen Frostschutz-Zusätze des Kältekreislaufs bei der Berechnung von Enthalpie und Dichte korrekt berücksichtigt werden.
Wasserzähler und Wärmemengenzähler unterliegen der gesetzlichen Eichfrist, die einen Austausch der mechanischen Kaltwasserzähler nach 6 Jahren und der mechanischen Warmwasserzähler nach 5 Jahren verlangt. Die Dauer der Eichfrist wurde mittels Prüf- und Testläufe vom Materialprüfungsamt ermittelt. Nach Ablauf dieser Zeit ist nicht mehr sichergestellt, dass die Geräte noch ordnungsgemäß messen. Grund dafür ist die zunehmende Verkalkung und Verschmutzung der Zähler. Nach dem Eichgesetz gelten abgelaufene Zähler vor dem Gesetzgeber für eine Abrechnung im geschäftlichen Verkehr als nicht vorhanden.
Beim Kompaktgerät SensoStar 2 gilt als Standard: Alle 60 Sekunden werden Messungen durchgeführt. Optional gilt: 10 Sekunden (nicht für Geräte mit Impulsausgang)
Beim Rechenwerk SensoStar 2C/2C_US gilt als Standard: Alle 30 Sekunden werden Messungen durchgeführt.
Mit der Option M-Bus_Versorgung und an die M-Bus Spannung angeschlossen: Messung wird alle 4 Sekunden aktualisiert.
Mit der Option Netzversorgung und an das aktive Netzteil angeschlossen: Messung wird alle 4 Sekunden aktualisiert.
Hinweis: Ist momentan kein Durchfluß vorhanden (d.h. keine Impulse vom Volumenmessteil sind vorhanden), so wird alle 5 Minuten die Temperatur gemessen. Das bedeutet, dass bei einem Anschluß der Temperatursensoren in diesem Fall bis zu 5 Minuten dauern kann, bis diese vom Gerät erkannt werden.
Der Chip zur Temperaturmessung sitzt im Temperatursensorschutzrohr ca. 8 mm von der Messspitze entfernt. Hier ist im Falle einer nicht sachgerechten Montage der Tauchhülse zu unterscheiden, ob die Spitze der Tauchhülse in den Querschnitt des Heizungsrohrs hineinragt und damit vom Wasser umspült wird. Ragt die Tauchhülse gerade so in den Querschnitt herein, so kann der dadurch verursachte Messfehler durchaus mehrere Prozent betragen.
Wenn dei Tauchhülse gar nicht in den Rohrquerschnitt hineinragt, sondern sich quasi in einer "Totwasserzone" befindet, so kann der dadurch verursachte Messfehler durchaus auch mal bis zu ca. 30% betragen.
Abhängig ist dies von mehreren Faktoren:
- von der Entfernung der Tauchhülse vom eigentlichen Rohrquerschnitt
- von der Wassertemperatur
- einen wichtigen Einfluss hat hier die Umgebungstemperatur (ein leichter Luftzug kann schon einen deutlichen Einfluß haben)
- von einer eventuellen Isolierung
- sowie von den Einflussfaktoren wie der Wandstärke, der Oberflächenrauhigkeit und von dem Material der Anschweißmuffe, der Tauchhülse selber und der Verschraubung.
ERR 08 ist beim Wärmezähler SensoStar2C der Hinweis, dass die Vorlauftemperatur kleiner als die Rücklauftemperatur ist.
Hier sind 2 Fälle zu unterscheiden:
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